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Lernstörung oder nur Faulheit?
In jüngster Zeit wird auf der Suche nach den Ursachen für Probleme beim Lernen immer öfter von Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen gesprochen.
Unbestritten ist heute, dass die Vorbereitung auf das Lernen sehr zeitig beginnt. Bereits im Säuglings- und Kleinkindalter werden die inneren Bilder und Muster von Sinneseindrücken wie in einer Bibliothek vollständig angelegt. Sie sind das Modell, nach dem das Kind später die Erkennung von Sinnesreizen entwickelt und durchführt.
Hörverarbeitungsstörungen und Störungen der Sehwahrnehmung im frühen Kindesalter können den Entwicklungsprozess der Lernfähigkeit deshalb erheblich beeinträchtigen.
„Was Hänschen nicht hört und sieht, kann Hans auch nicht richtig sprechen, schreiben, lesen und rechnen.“
Kinder mit solchen Entwicklungsstörungen haben es beim Lernen viel schwerer, als andere Kinder. Für sie bedeutet das Lernen eine deutlich größere Anstrengung. Diese Kinder ermüden schnell, werden unaufmerksam, unkonzentriert und unruhig. Und trotz aller Anstrengung ist jede schriftliche Arbeit voller Fehler. Die Fülle der Fehler nimmt den Kindern mehr und mehr die Freude am Lernen und führt teilweise zu ernsten Konflikten im Elternhaus und in der Schule. Viel zu oft wird ein Kind zu Unrecht als „Faulpelz“ hingestellt, der schon lernen könnte, wenn er nur wollte. Sicher gibt es auch Kinder, die fleißiger sein könnten.
Echte Lernstörungen lassen sich aber auch durch fleißigstes Üben nicht beheben.
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